Schreibst du gerne eigene Geschichten und Gedichte?
Ja? Hey, das ist ja super!
Wie wäre es dann, wenn du mir eine Geschichte oder Gedichte schickst?
In der Geschichte könnte es zum Beispiel darum gehen, was du dir am meisten wünscht.
Oder vielleicht ist es ja sogar eine Fantasiegeschichte?
Es spielt dabei keine Rolle, ob es den Ort, in dem die Geschichte spielt oder die Figuren der Geschichte wirklich gibt.
Wenn du bisher noch keine eigene Geschichte geschrieben hast, dann wäre jetzt doch eine gute Gelegenheit dazu. Probier es einfach mal aus! Du wirst sehen, es wird bestimmt ganz toll. Ich freue mich schon auf deine selbstgeschriebene Geschichte. Am Besten schickst du mir deine Texte per E-Mail und den BETREFF: "Aufsätze"an
du@jupsy.de.
Schön wäre auch, wenn du deinen Namen, dein Alter und den Ort, in dem du wohnst mit nennst.
Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack, auf das was da kommen wird:
L.H., weiblich, 16 Jahre (Name und Anschrift der Redaktion bekannt)
Kaffeekochen
Warum kommst du immer wieder? Frage ich ihn. Doch er lächelt nur. Wuschelt mir durch die Haare. Drückt mir einen Kuss auf die Wange. Macht sich einen Kaffee.
Er setzt sich mir gegenüber. Auf einen Stuhl. An den Tisch. Der Stuhl ist etwas schräg. Er fängt zu kippeln an. Klick, klack. Klick, klack.
Sein Kaffee steht auf einer Untertasse. Kein wässriger Kreis auf dem Tisch. Kein Beweis.
Stumm lächelnd hebt er den Becher an. Trinkt. Ich blicke auf meine Tasse. Weiche aus. Sehe weg. Es klirrt. Ich blicke auf. Seine Tasse steht auf der Untertasse. Seine Hände verschränkt auf dem Tisch. Es blickt auf seine Tasse. Schaut nicht hin. Weicht nicht aus. Ich schaue weg. Weiche aus. Sehe nur meine Tasse mit der dunkelbraunen Flüssigkeit darin.Wieder klirren. Schlurfen. Klirren. Stille. Klick, klack. Klick, klack.
Meine Hände verkrampfen. Krallen sich an der Tasse fest. Er steht auf. Nimmt seinen Becher. Die Untertasse. Schiebt seinen Stuhl ran. Ich höre es. Er geht zum Spülbecken. Dreht den Wasserhahn auf. Ich sehe auf. Sehe. Wie er den roten Knauf dreht. Wie er Spülmittel ins Wasser tropfen lässt. Sehe weg.Klirren. Plätschern. Klirren. Gluckern.
Er greift zum Handtuch. Ich sehen hin. Sehe. Wie er den Becher abtrocknet. Die Untertasse. Sie beide in den Schrank stellt. Weiche aus. Sehe weg.
Der Schrank ist zu. Das Spülbecken trocken. Der Becher sauber. Die Untertasse. Das Handtuch ist feucht. Trocknet an der Heizung. Meine Handknöchel sind weiß. Er geht auf mich zu. Wuschelt mir durch die Haare. Drückt mir einen Kuss auf die Wange. Flüstert mir ins Ohr. Geht.
Du bist der Beweis. Der Beweis meiner Existenz.
Stille
Hatelove, weiblich 15 Jahre (Pseudonym, Name und Anschrift der Redaktion bekannt)
Sacred Traffic
Bei Abrahams Barte! Jetzt laufen wir schon seit 40 Tagen durch diese Wüste und immer noch keine Oase in Sicht. Ich glaub', der vor mir macht’s nicht mehr lange. Faselt die ganze Zeit etwas von brennenden Büschen und einem hellen Stern. Wohl eher das Licht am Ende des Tunnels. Vielleicht sollte ich ihm eine dieser Steintafel übern Kopf ziehen, dann wären die zumindest für etwas nütze. Dieses 10-Zeilen-Gekrakel kann sowieso kein Mensch lesen.
Was ist denn jetzt schon wieder? Stau und stockender Verkehr auf der Nilstraße der Erleuchtung, oder wie darf ich dieses stille Harren-der-Dinge die da kommen werden deuten.
„Weiter! Der Sand ist heiß unter den Füßen!“
Der Junkie hinter mir, mmh, hat wohl einen zu tiefen Zug vom Weihrauch genommen. Na, zumindest sagt mal wer was. Aber wenn der so weiter macht, dann ham’ wir bald nix mehr zu verschenken.
Ach so, scheint mal wieder ein Meer im Weg zu sein. Na ja, wozu haben wir denn diesen verrückten Israeliten, Noah oder Moses oder wie der heißt. Aber echt praktisch der Typ., hat ziemlich gute Verbindungen nach Oben.
„Was tun wir hier eigentlich, wir nachrangigen Bibeldarsteller?“
„Weiter gehen, wenn ich du wäre.“, kommt’s von hinten.
Hab ich das eben etwa laut gesagt?! Uupps.
Also schnell die Gewänder gerafft und hinter her, sonst wird man noch vom Leben bestraft.
Mei, schaut ja aus als könnten wir den blinden Hirten den Weg auf die grünen Auen doch noch weisen.
Na dann. Let’s meet at the youngest Judgement!
Lou, weiblich, 17 Jahre (Pseudonym, Name und Anschrift der Redaktion bekannt)
Hoffnung
Ihr seit jung ...
... Sie sind alt!
Ihr seit gut ...
... Sie nicht?
Ihr seit falsch ...
... Sind sie richtig?
Ihr sterbt und glaubt zu leben ...
... Sie leben und glauben es nicht!
Ihr träumt ...
... Sie haben keine Hoffnung!
Sie sind weise ...
... Seit ihr deshalb dumm?
Ihr seit anders ...
…Sie auch!